Getränkespender mit Wasser, Zitrone und Eis, Tipps und Tricks gegen die Hitze
Tips und Tricks

Es ist einfach zu heiß – Tipps und Tricks gegen die Hitze

Hitze ist für mich der Horror schlecht hin. Mir ist es einfach zu heiß. Irgendwann kann ich nichts mehr ausziehen, weil ich schon gar nichts mehr an habe. Egal wohin ich mich flüchte es ist einfach viel zu heiß.

Hitzewelle im Sommer

Wird es bei uns heiß, dann kommt es immer sehr schnell und meist ohne Vorwarnung. Innerhalb von ein paar Tagen steigt das Thermometer von angenehmen Temperaturen auf deutlich über 35 Grad. Ich habe keine Zeit, mich zu akklimatisieren und die Hitze trifft mich wie ein Schlag.
Und leider ist es nicht wie in der Sauna, dass ich einfach rausgehen kann und sofort wieder erträgliche Temperaturen habe.

Wie übersteht man also die Hitzewelle

Mehr als 35 Grad im Schatten, das entspricht in etwa unserer Körpertemperatur. Der Körper schaltet von wärmen auf kühlen um und das tut er durch Schwitzen. Das kann er eigentlich ganz gut – mein Körper. Ich schwitze wie blöd.
Mein Körper verdunstet jetzt viel Feuchtigkeit und bildet dadurch Verdunstungskälte und mein Körper heizt sich nicht weiter auf. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir bei heißen Temperaturen ganz viel Trinken, um unseren Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.

Getränke – das Wichtigste überhaupt

Am besten geeignet ist hier Wasser egal ob mit oder ohne Kohlensäure. Saftschorlen und Früchtetees kann man gut und günstig zubereiten. Ich trinke bei Hitze am liebsten Sprudelwasser mit einem Spritzer Zitrone.

Tipp: Getränkespender
Ich mag es einfach und schnell, deshalb habe ich mir unlängst einen Getränkespender aus Glas mit Zapfhahn gekauft. Den fülle ich mit Wasser auf, geben einen guten Schuss Zitronensaft hinein. Ein paar Eiswürfel kommen noch dazu damit das Wasser nicht allzu schnell warm wird. Jetzt kann ich jederzeit ein erfrischendes Getränk zapfen.

Tipp: Getränke besser warm als kalt und am besten lauwarm
Überraschenderweise kühlen auch heiße Getränke den Körper bei Hitze. Dies ist ein Trick, der im Süden gerne angewandt wird. Hier ist aber nicht der Kaffee am Morgen – oder wie bei mir den ganzen Vormittag über – gemeint, sondern Früchte- oder Kräutertee.
Alkohol, schwarzer Tee oder Kaffee sind gänzlich ungeeignet bei Hitze, aber als Kaffeejunkie kann ich doch nicht von der schwarzen Brühe lassen.

Kleidung – was ziehe ich nur an?

Wenn es so richtig heiß ist mag ich am liebsten nur im BH und Shorts rumlaufen, das geht aber leider im Büro gar nicht. Daher trage ich dort am liebsten weite Kleidung aus Naturfasern (so was wie das hier zum Beispiel). Weite Kleidung klebt mir nicht auf der Haut wenn ich schwitze und bildet ein kleines kühleres Mikroklima zwischen Haut und Stoff. Aus diesem Grund tragen die Menschen in Wüstenregionen sehr viel Stoff in mehreren Lagen um sich herum. Allerdings ist es wichtig auf den richtigen Stoff zu achten.

Tipp: Naturfasern
Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen und Seide sind am besten geeignet, weil sie sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Bis zu 35% an Feuchtigkeit können diese Fasern aufnehmen, ohne dass der Stoff sich feucht oder gar nass anfühlt. Der Stoff nimmt die Feuchtigkeit auf der einen Seite auf und verdunstet sie auf der Außenseite wieder. Und schon bildet sich die sogenannte Verdunstungskälte.

Wind – eine leichte Briese

Wir kennen es alle, wie angenehm es ist, wenn man geschwitzt ist und eine leichte Briese über die Haut weht. Durch den Wind verdunstet die Feuchtigkeit auf der Haut schneller und wir kühlen deutlich schneller ab.
Um diesen Effekt auch in Innenräumen zu haben, gibt es …tadaaa… Ventilatoren. Allerdings sollte der Ventilator auf geringster Stufe eingestellt sein und einen nicht aus kürzester Entfernung anblasen. Ein Abstand von anderthalb bis zwei Metern sollte man mindestens einhalten. Wer hat es nicht schon erlebt, sich Nackenschmerzen zu holen, weil man zu sehr im Durchzug saß.

Tipp: Ventilator unter dem Tisch
Ich stelle mir den Ventilator gerne unter den Schreibtisch auf den Boden, so dass meine Beine gekühlt werden. Von meinen Beinen aus verteilt sich die Kühle in meinem Körper und manchmal, wenn keiner hinsieht, benutze ich eine Sprühflasche mit Wasser und sprühe mich ein. Mehr Feuchtigkeit bedeutet mehr Verdunstungskälte.

Glücklich mag sich schätzen, wer Zugang zu einer Klimaanlage hat. Deshalb genieße ich es, wenn ich in einem Geschäft mit Klimaanlage einkaufen gehen muss. Dafür ist aber der Schlag, der einen beim Verlassen des Geschäftes trifft, besonders schlimm.

Tipp: Handventilator
Ich schlafe bei Hitze nur mit einem Leintuch auf mir, um meine schwitzigen Stellen abzudecken wo Haut auf Haut liegt. Auf meinem Nachttisch steht ein ganz kleiner Handventilator eingestellt auf die niedrigste Stufe. Somit habe ich einen leichten Wind über mir, und der kühlt mich nachts ab.

Sonnenschein

Die Sonne fällt durch die Fenster und heizt den Raum auf. Ganz klar, die Sonne muss draußen bleiben. Morgens, wenn es draußen noch kühler ist als im Haus, reiße ich alle Fenster auf und lüfte, damit die kühle Morgenluft ins Haus kann. Danach achte ich darauf, die Fenster geschlossen zu halten und die Vorhänge zu schließen oder die Rolladen auf Luken zu stellen. Solange die Sonne noch nicht an dem betreffenden Fenster ist kann man das Fenster hinter dem Rolladen auch geöffnet halten.
Auf der Terrasse und Balkon spanne ich den Sonnenschirm auf, damit ich dort mehr Schatten habe und es sich nicht aufheizt auch wenn ich nicht da bin.

Tipp: Feuchte Tücher
Ein Tipp sind feuchte Tücher zum Beispiel Bettlaken vor die Fenster zu hängen, beim Verdunsten der Feuchtigkeit kühlt die Umgebungsluft ab. Ich sprühe anstatt der Bettlaken gerne meine Vorhänge mit Wasser ein. Das kann ich aber nur tun, weil nur einfache Vorhänge aus Baumwolle vor den Fenstern habe. Bei edlen Stoffen würde ich das nicht tun.

Körperliche Belastung

Hitze belastet mich schon zur Genüge, daher ist es wichtig, dass ich mich nicht noch zusätzlich anstrenge. Eigentlich sollten wir es machen wie die Spanier und Siesta halten, aber lässt sich das in unserm Alltag und Berufen nicht gut umsetzen. Trotzdem können wir versuchen uns unsere Arbeit so einzuteilen, dass wir in der Mittagshitze große Anstrengungen vermeiden.

Wasser

Wer die Möglichkeit hat, sich in ein kühles Nass zu stürzen sollte das ab und an tun. Das kühlt die Haut und das Blut, dass durch die Adern fließt. Allerdings darf die Temperatur nicht zu kalt sein, sonst verengen sich die Blutgefäße und die Poren sofort und es tritt der gegenteilige Effekt ein. Die Wärme wird im Körper eingeschlossen. Dann ist es uns nach der Abkühlung gleich wieder genauso heiß wie zuvor.

Tipp: Lauwarm
Egal ob Wasser zum Trinken oder Wasser zum Duschen oder Baden, bei großer Hitze sollte die Temperatur immer lauwarm sein oder zumindest Zimmertemperatur haben. Eiskalte Getränke sind definitiv zu kalt.

Hunger

Bei großer Hitze haben wir oftmals gar keinen Hunger. Trotzdem sollten wir auf eine leichte Kost nicht verzichten. Der Körper verliert durch das viele Schwitzen viel Mineralien, und diese wollen ersetzt werden. Mir fällt es oft auf, dass ich bei Hitze besonders schlapp bin und mir auch teilweise die Beine weh tun. Deshalb versuche ich trotz der Hitze etwas zu Essen. Am besten geeignet sind leicht verdauliche Sachen wie Salat, Fisch oder Milchprodukte. Wer nicht auf die Kohlenhydrate achtet kann sich auch mit Süßspeisen behelfen.

Tipp: Mineralstoffe ausgleichen
Wichtig ist, dass wir ausreichend Salz zu uns nehmen. Damit meine ich jetzt keine Esslöffel voll, aber eine Brühe mit eventuell etwas Maggiwürze drin tut es vollkommen. Auch bei Mineralwasser kann man auf die Mineralstoffe achten. Auf den Wasserflaschen finden sich immer Angaben welche Mineralstoffe und in welchen Mengen im Wasser enthalten sind.
Und wenn man gar nichts essen mag oder die Beschwerden zu groß sind, dann hilft eine Brausetablette mit Calcium oder Magnesium sehr.

Diese Tipps und Tricks habe ich bei der letzten Hitzewelle alle ausprobiert und ich habe es relativ gut überstanden. Trotzdem hat mich die Hitze etwas verrückt gemacht, und das hat leider der weltbeste Ehemann immer aushalten müssen. Gestern Nachmittag fing endlich der Regen an und es wurde über Nacht deutlich kühler.
Ich glaube, dass der weltbeste Ehemann den Wetterumschwung noch mehr herbeigesehnt halt als ich. Weil, jetzt funktioniert mein Hirn wieder und er muss nicht mehr meine Launen aushalten.

Habt Ihr auch Tipps und Tricks gegen die Hitze? Schreibt sie mir in die Kommentare und ich probiere sie dann aus.
Auf die nächste Hitzewelle

Eure Dorit

4 Comments

  • Avatar

    Lexa

    Scrubs. Also das Zeugs, was Krankenschwestern und -pfleger tragen. Die sind schon lange nicht mehr so einfallslos wie ehedem, es gibt sie in allen möglichen Farben und Formen in uni, mehrfarbig, bunt… Man kann sie in Stil und Farbe kombinierten, und gewitzte Handwerker/innen können die Dinger mit Applikationen, Stoffarben oder Applikationen verändern, bis man ihnen den ursprünglichen Zweck nicht mehr ansieht.
    Pflegeleicht sind sie ausserdem, waschen trocknen, anziehen.

    • Avatar

      Dorit

      Jetzt musste ich doch grad mal googlen was Scrubs sind 🙂 Die Dinger, wir nennen sie einfach “Kittel”, kenne ich. Die sind wirklich praktisch und wie Du es sagst, ab in die Waschmaschine damit und in den Trockner 🙂 Gibt echt tolle Farben mittlerweile 🙂

    • Avatar

      Dorit

      Stimmt! Daran habe ich gar nicht gedacht. Hände gehe ich wenn es heiß ist öfter waschen, weil sie einfach so klebrig werden. Die Idee mit dem Nacken anfeuchten finde ich toll, das probier ich mal aus 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.